Aus dem Erlebnisbericht vom Februar 2024

Ein eindrucksvoller Abend

Sonntag, 11.02.2024

Nach kurzer Zeit hörten wir Trompetenklänge. Die Musiker der Kapelle von Hale kamen zu Pfarrer Thomas. Sie spielten sich in der Nähe ein. Eine Posaune gesellte sich auch noch dazu. Im Pfarrgarten wurden zunächst Bänke und Stühle gerichtet. Wir waren ganz gespannt, was uns jetzt erwarten würde. Es trafen weitere Musiker ein.
           
Wie es sich später herausstellte, lagern die Instrumente in einem Raum im ehemaligen Schwesternhaus. Die Musiker bekommen die Instrumente nicht mit nach Hause. Ich beobachtete auch, dass eine Trompete zum Beispiel von einem zum anderen Musiker gereicht wurde. Sie spielten abwechselnd. Eine der Trompeterinnen ergriff die Trommel und schlug den Takt zur Musik. Die Musiker spielten nur auswendig. Noten hatten sie keine und somit auch keine Notenständer – nur ihr Instrument. Es zeigte sich auch, dass die Musikstücke nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ erarbeitet wurde. Bettina wünschte sich von ihnen, dass sie das Happy Birthday spielten, da ihr Sohn in Deutschland Geburtstag hatte. Nach einigen Versuchen klappte das Lied einigermaßen und sie konnte es aufnehmen. Im Laufe des Abends hörten wir immer wieder, wie sie versuchten, auch noch den letzten falschen Ton richtig hinzubekommen.
 
Als es schon dunkel wurde, also gegen 18.30 Uhr, kamen die Musiker in den Pfarrgarten. Noch einmal wurden Stühle gerückt für die Kapelle und dann wurden noch einmal viele Stühle gebracht. Ich denke, wir saßen später mit ca. 100 Personen im Pfarrgarten. Sie stellten auch einen Tisch auf, der mit einer weißen Tischdecke geschmückt war. Dieser wurde vor uns hin gestellt. Das  muss der Tisch sein, der vorhin schon den Ehrenplatz beim Chor symbolisierte. Ich kam mir etwas komisch vor, so in den Vordergrund gerückt zu werden.

Der Sonntagabend im Pfarrzentrum in Halezoom

Immer mehr Menschen kamen in den Kreis. Auch viele der Chormitglieder kamen hinzu. Viele brachten einen Stuhl mit. Der Kreis wurde immer größer, an einigen Stellen saß man auch hintereinander.

Viele Besucher am Sonntagabendzoom

Gemeinsames Essen

Ein weiterer Tisch wurde gebracht und an den Rand gestellt. Die Köchinnen brachten verschiedene Thermo-Schüsseln. Dafür also die ganze Vorbereitung und Zubereitung der Speisen am Nachmittag. An die Seite wurde ein Stuhl mit einem großen runden Gefäß gestellt. Unten befand sich ein kleiner Hahn. Wir beobachteten verwundert diese Aktionen.

Schließlich begann die Kapelle zu spielen. Sie spielten einige Musikstücke. Es kam mir vor wie eine Guggenmusik, da ein Trompeter mehr oder weniger die Führung übernahm. Das Orchester hat Trompeten, Posaunen, Tenorhörner und Trommeln. Sie spielten auch ein Kirchenlied, das wohl das Lieblingslied von Angelika Dahlin war.

Die Kapelle spieltzoom

Ansprache Pfarrer Thomas

Dann ergriff Pfarrer Thomas das Wort. Unter anderem erklärte er den Anwesenden, warum wir hier waren und was wir für die Kirchengemeinde von Hale leisten. Für ihn war es wichtig, dass das in der Gemeinde bekannt wurde.  Er nahm auch einen der Trompeter mit ins Pfarrhaus, der dann mit der Trompete, die Franz mitgebracht hatte, wieder kam und darauf spielte. Ich glaube, sie haben sich sehr über die Trompete gefreut. So können mehr Musiker mitspielen. Pfarrer Thomas träumt sogar von einer Bläserklasse.
 
Mittlerweile wurde das Mikrofon herumgereicht und jeder sagte etwas. Wir haben natürlich nicht wirklich verstanden, was alle gesagt haben, aber sie haben sich vorgestellt. Auch wir haben uns kurz vorgestellt.
 
Nach der Runde sprach Pfarrer Thomas ein Gebet und dann gab es Essen. Wir wurden aufgefordert, zu beginnen. In dem Kanister war Wasser, was wir nicht gleich bemerkt hatten. Hier konnten wir die Hände waschen. Dann bekamen wir einen Teller und konnten uns an dem Buffet schöpfen. Wir aßen an dem weiß gedeckten Tisch, die anderen balancierten ihren Teller auf dem Schoß.
 
Natürlich gab es auch Getränke und ich erkannte die Wasser- und Cola-Flaschen von der Gabenbereitung des Gottesdienstes wieder. Wie schon üblich, bekamen wir das gekühlte Bier und gekühltes Wasser. Andere tranken Wein und ich sah auch eine Flasche Cognac.
 
Ich konnte mich ein bisschen mit der Frau an meiner linken Seite unterhalten, nachdem ich bemerkte, dass sie Englisch versteht und etwas sprechen konnte. Sie erzählte mir, dass sie drei kleine Töchter hat.
 
Als alle mit dem Essen fertig waren, wurde zusammengeräumt und ruck zuck waren alle Gäste verschwunden.
 
Da es mittlerweile spät war und wir alle einen langen Tag hinter uns hatten, gingen auch wir auf unsere Zimmer.

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