Aus dem Erlebnisbericht vom Februar 2024

Eine Beerdigung in Tansania

Wir dachten, dass wir nach dem Aschermittwoch-Gottesdienst in Mbambara zurück nach Hale fuhren. Aber Thomas meinte mit einem Seitenblick, dass wir noch zu einer Beerdigung müssen.

 
 
Eine Beerdigung in Tansaniazoom

Wir hielten in einem Dorf vor einem Platz. Hinten war das Wohnhaus, auf dem Platz davor war eine Plane gespannt gegen die Sonne, darunter waren ein Altar aufgebaut und Stühle aufgestellt. Viele Menschen waren da. Der Chor saß auf Stühlen und auch die Männer. Viele Frauen saßen auf den Treppenstufen.

 
 
Beerdigungsgottesdienst in Tansaniazoom

Die Trauerfeier

Nachdem die Trauerfeier begann, kamen noch mehr Frauen, die vorher im Schatten standen und setzten sich auch noch dazu. Für Franz und mich hatte jemand schon zwei Stühle gebracht. Wir setzten uns hinten hin. Einige Männer trugen den Sarg herbei und stellten ihn zum Altar.
Im Laufe des Gottesdienstes bemerkten wir, dass das nicht nur eine Beerdigung war, sondern auch der Gottesdienst zu Aschermittwoch. Die Menschen holten sich das Aschekreuz, aber eine Kommunionfeier gab es nicht.

 
 
 
 

Eine Familienangehörige trug immer wieder das Bild des Verstorbenen durch die Menge und zeigte es. Während dem Gottesdienst wurde auch getratscht, viele Männer standen auf der Straße, Menschen kamen und gingen. Einige Halbstarke wollten plötzlich mit ihren Motorrädern wegfahren. Blöd war nur, dass die Motorräder ganz hinten unter der Plane standen und erst einmal einige Leute und Stühle weggeräumt werden mussten. Aber auch das ging ohne große Aufregung vonstatten.

In diesem Gottesdienst sah ich zum ersten Mal eine weiße Afrikanerin. Sie ist schon älter. Ich überlege, dass sie in ihrem Leben bestimmt schon mit Anfeindungen oder zumindest mit vielen Hänseleien zurecht kommen musste. Sie schien aber integriert und sang auch alle Lieder mit.
Nach dem Gottesdienst wurden der Sarg, das Vortragekreuz und das Bild des Verstorbenen weggetragen. Ich denke, es geht zum Friedhof. Franz und ich bleiben sitzen, wir wollten auf Thomas warten.
 
Aber falsch gedacht, Thomas wartete schon im Auto auf uns. Weiter ging die Fahrt. Auf Nachfrage sagte uns Thomas, dass der Diakon auf den Friedhof geht und die Beisetzung macht.

 
 

Aus dem Erlebnisbericht von 2024
Weitere Projekte: Das Toilettenhäuschen im Pfarrzentrum > weiterlesen


Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein

 
 

Gründungsvereinbarung

der zukünftigen Pfarrei St. Fridolin Bad Säckingen/ Kirchengemeinde Hochrhein – Südschwarzwald.

Wendelinusbote
Instagram des St. Wendelinus Hotzenwald

© 2024 Kath. Kirchengemeinde Hotzenwald St. Wendelinus - Impressum - Datenschutzerklärung -  by eschbachIT