Café International

Café Internationalzoom

Hallo zusammen,

nach einer längeren Pause wollen wir wieder mit dem Café International starten.  Die meisten der afghanischen Familien, die zu unseren „Stammgästen“ gehört haben, haben ja inzwischen Wohnungen im Tal gefunden. Aber es sind  etliche neue Bewohner in der GU eingezogen, u.a.  aus Syrien, Afghanistan, Georgien, dem Irak und aus der Türkei, die gerne zu einem gemeinsamen Treffen kommen möchten und die wir  vorstellen wollen.
 
Das Café soll weiterhin am Freitag stattfinden, aber in etwas veränderter Form. Wir werden erst um 17 Uhr beginnen und statt Kaffee und Kuchen soll es ein kaltes Büfett mit internationalen Spezialitäten geben.

Die nächsten Termine bis zu den Sommerferien sind:

ACHTUNG: Geänderte Termine!
22. Juni und 27. Juli – jeweils von 17 – 19 Uhr.

Es wäre wunderbar, wenn auch wieder mehrere von Euch kommen würden – ein wichtiges Anliegen des Café International ist es ja einen Raum zu schaffen, wo die Bewohner der GU die Möglichkeit haben, mit Einheimischen in Kontakt zu treten.  
Vielleicht habt Ihr auch Lust und Zeit, etwas zum kalten Büfett beizutragen – das wäre prima.
 
Wir freuen uns auf das nächste gemeinsame Treffen!

Das Café Team

 
 

Über uns

Der Name könnte für vieles stehen, auch für ein Nobel Café an irgendeinem Boulevard, in irgendeiner Stadt, wo sich die Reichen und die Schönen treffen, wo man das Leben genießt.

Doch der Gegensatz könnte nicht größer sein, nicht der Glamour trifft sich hier, sondern die Verjagten, die Traumatisierten, die Heimatlosen, diejenigen die oft nur noch das nackte Leben retten konnten. Die Bruchstücke von Familien, die Fremden im fremden Land. 

Sie kommen aus Syrien, aus Kurdistan, aus Afghanistan, aus dem Iran (der früher einmal Persien hieß), aus dem Sudan und überall von dort wo die Welt brennt. Sie kennen das Mittelmeer und die Balkanroute, sie kennen Lesbos und Lampedusa und sie kennen die Autobahn von Budapest bis nach Wien, fußläufig. 

Diesen Menschen, bei aller Hilflosigkeit und Sprachproblemen, einfach ein freundliches Gesicht zu zeigen, ihnen zu signalisieren, dass sie hier keine Angst mehr haben müssen und ihnen jenes Gastrecht zu gewähren, das menschlicher Standard auf dieser Erde ist, war und ist die Motivation dieses besonderen Café International.
Einmal im Monat zwei Stunden zu investieren um mit diesen Menschen ins Gespräch zu kommen, ist für alle Beteiligten eine Bereicherung. Aus den anfänglichen, vorsichtigen Berührungen wurde im Lauf der Zeit eine echte Begegnung, immer mehr Einheimische und Fremde lernten sich hier näher kennen, respektierten die kulturellen Unterschiede und freuten sich über Gemeinsames. Auch der dauernde Wechsel in der Gemeinschaftsunterkunft tut der Sache keinen Abbruch, es gibt immer „Erfahrene“ die die „Neuen“ mitnehmen, oft kommt es auch vor, dass Flüchtlinge die schon lange weggezogen sind, zum Café International wieder nach Rickenbach kommen.

Was am Anfang ein Ausdruck von Willkommenskultur war, hat sich im Laufe der Zeit auch als praktische Einrichtung entpuppt. Das Café ist Kontaktbörse, Jobbörse, hier werden Informationen ausgetauscht und Probleme besprochen. Hier hat man die Möglichkeit Flüchtlinge und deren Schicksal ganz unverbindlich kennen zu lernen, und vielleicht auch eigene Vorurteile abzubauen.

Dieses Café International hat ein eigenartiges Flair, eine besondere Atmosphäre, die von Seiten der Flüchtlinge von großer Dankbarkeit geprägt ist. Unvergessen sind die Worte jenes syrischen Vaters, der, bevor er mit seiner Großfamilie in eine andere Unterbringung kam, in bewegten Worten den Menschen in Rickenbach dankte, und der Hoffnung Ausdruck verlieh, das Empfangene in ferner Zukunft zurück geben zu können, obwohl sich das derzeit niemand vorstellen kann.

Wir möchten sie einladen, ganz unvoreingenommen einmal vorbei zu schauen, und interessante Menschen kennen zu lernen. 

Ihr Team vom Café International

© 2015 Kath. Kirchengemeinde Hotzenwald St. Wendelinus - Impressum - Datenschutzerklärung -  by eschbachIT